Die beginnende Parodontitis sieht man als Laie meistens nicht. Das erste Alarmzeichen für Gingivitis oder Parodontitis ist fast immer blutendes Zahnfleisch. Rötung und Schwellung des Zahnfleisches, schlechter Mundgeruch, mitunter Abszesse und Schmerzen treten auf. Zwischen Zahnwurzeloberfläche und Zahnfleisch vertieft sich der normalerweise weniger als 2 mm tiefe Spalt um mehrere Millimeter. Es bilden sich entzündete, infizierte Zahnfleischtaschen. Erst in fortgeschrittenen Fällen bemerken die Patienten eine Lockerung, eventuell "Wanderungen" der Zähne, Schwierigkeiten beim Kauen.

Bei der parodontalen Untersuchung in der zahnärztlichen Praxis werden diese Anzeichen als Befunde notiert: Die Blutung mit dem Blutungstest, die Taschenbildung mit einer Taschenmessung, die Zahnlockerung mit der Zahnbeweglichkeitsmessung und der Knochenabbau mit Röntgenaufnahmen. Die erhobenen Werte dienen einerseits der Diagnose und sind Voraussetzungen für einen Behandlungsplan. Andererseits braucht sie der Zahnarzt zum späteren Vergleich mit den Befunden nach der Behandlung.