Mit den gestiegenen ästhetischen Ansprüchen wünschen sich viele Patienten auch im sichtbaren Seitenzahngebiet eine Restauration, die als solche nicht erkennbar ist.
Während früher als dauerhafte, stabile und perfekte Versorgung nur die Goldeinlagefüllung in Frage kam, gibt es heute als echte Alternative mit zusätzlich optimaler Ästhetik das Vollkeramische Inlay.

Das Vollkeramische Inlay muß aber verschiedene Voraussetzungen in der Herstellung und klinischen Verarbeitung erfüllen, damit Langlebigkeit, Stabilität und Dichtigkeit gewährleistet sind.

Das perfekte Keramik-Inlay kann nach Präparation mit Lupenbrille (Die 4-fach Vergrößerung ist absolute Voraussetzung für exakte und präzise Kavitätenform) nur durch die indirekte Methode mit Abformung hergestellt werden.

Der Techniker fertigt mit der Abformung ein Modell, die dreidimensionale Oberkiefer-Unterkiefer-Gebißsituation des Patienten wird nach funktions-analytischer Vermessung und Registrierung in einem speziellen Artikulator nachvollzogen, das Keramik-Inlay wird in Wachs modelliert und anschließend mittels spezieller Guß- und Presstechnik anatomisch korrekt und präzise in der Paßform hergestellt. Weiterhin wird das Inlay nach der Farbe des Zahnes höchst ästhetisch geschichtet und bemalt.

Das Einsetzen der keramischen Einlagefüllung muß unter absoluter Trockenlegung mittels Cofferdam-Technik erfolgen, da während des langwierigen Klebevorgangs eine Kontamination mit Speichel oder sogar feuchter Atemluft den Erfolg des Klebeverbundes Zahn/Keramik-Inlay in Frage stellen würde.

Der Zahn muß in vielen Einzelschritten mit Reinigung, Desinfektion, Trocknung, Schmelzkonditionierung, Schmelzbonding und mit Dentin-Adhesiv-Behandlung präpariert werden. Auch das Vollkeramische Inlay bedarf einer genauesten Ätzung, Silanisierung und Bondings zur Vorbereitung des Eingliederns.
Anschließend wird die keramische Einlagefüllung mit einem Dual-härtenden Kunststoffkleber (Licht-Polymerisation und chemische Polymerisation), eingesetzt.
Die Reinigung und Entfernung der Überschüsse des zahnfarbenen Compositeklebers ist sehr diffizil und aufwendig, da der Kunststoff schlecht sichtbar (nur mit Lupenbrille) und massiv haftend ist!

Nur diese beschriebene Prozedur garantiert eine dauerhafte, stabile, dichte und ästhetisch perfekte Keramikeinlagefüllung. Diese kompromißlose zeit- und materialaufwendige Verarbeitung und Behandlung hat aber auch seinen Preis!

 

Defekte Amalgamfüllung Kariesentfernung Medikament Aufbaufüllung
Präparation Abdruck Provisorium Keramikonlay

 

Amalmgamsanierung mit Keramikinlays

Zahn 26 (vorher) Zahn 26 (nacher) Zahn 27 (vorher) Zahn 27 (nacher)
Zahn 35 (vorher) Zahn 35 (nacher) Zahn 38 (vorher) Zahn 38 (nacher)

 

Keramiksanierung

Ausgangssituation:
Insuffiziente und defekte Kunststofffüllungen
Entfernen der Kunststofffüllungen, Kariesentfernung, Legen der Aufbaufüllungen und Präparation mit Cofferdam-Technik Situation nach Eingliederung der Keramikinlays, perfekt in Farbe und Passgenauigkeit