Was versteht man unter Implantat?

Implantat kommt von dem lateinischen Wort "implantare" und heißt übersetzt einpflanzen.Das Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die chirurgisch in den Knochen versenkt, einheilen muß und nach 3-4 Monaten mit einem passenden Zahnersatz versorgt wird.

Ob bei Ihnen Implantate notwendig, sinnvoll und erfolgreich sind, entscheiden viele Faktoren wie Zahnbestand, Zahnersatzversorgung, Schleimhaut- und Knochenverhältnisse, allgemeinmedizinische Erkrankungen und vieles mehr. Für diese Entscheidung ist eine genaueste Untersuchung mit Röntgenbildern und Vermessung notwendig, außerdem müssen Erkrankungen ausgeschlossen werden, die das Knochenwachstum negativ beeinflussen. Wenn Sie sich dann für eine solche Implantatversorgung entschieden haben, bekommen Sie eine Aufklärung über das operative Vorgehen und die Risiken. Die Erfolgschancen für das Einheilen eines Implantats liegen derzeit statistisch bei ca. 90% mit einer durchschnittlichen Haltbarkeit und Liegedauer von ca. 10 Jahren.

Das Implantat wird unter örtlicher Betäubung mittels kleinem chirurgischen Eingriff in den Knochen versenkt und die Schleimhaut an der Einheilverschlusschraube des Implantats adaptiert und vernäht. Nach einer 3-4 monatigen Einheilphase, in der Sie einen provisorischen Zahnersatz tragen, wird die Position des Implantats mittels Abdruck bestimmt. Dann erfolgt die Versorgung mit einer Suprakonstruktion(Krone, Brücke, etc.), die auf dem eingewachsenen Implantat verschraubt wird.

Nach der erfolgreichen Vollendung der neuen Versorgung hängt der Langzeiterfolg des Implantats im wesentlichen von Ihnen ab. Eine besonders gewissenhafte und sorgfältige Mundhygiene ist absolut notwendig! Vor allem kann Zahnbelag das Implantat gefährden. Über das "wie" der gründlichen Reinigung und Pflege werden wir Sie intensiv aufklären!

Zum Schluß noch ein paar Worte über die Vor- und Nachteile von Implantaten. Durch diese künstlichen Wurzeln ist es möglich Lücken zu schließen, ohne daß benachbarte Zähne beschliffen werden müssen. Weiterhin kann man durch diese Versorgung oft auf einen herausnehmbaren Zahnersatz verzichten oder eine schlecht sitzende Totalprothese bekommt wieder einen sicheren Halt. Diese Vorteile sind einleuchtend und überzeugend.

Jedoch muß darauf hingewiesen werden, daß Implantate nicht einheilen können oder sogar nach Jahren vom Körper abgestossen werden. Außerdem ist die Implantatversorgung eine Privatleistung und auch die darauf befestigte Suprakonstruktion zahlt die geseztliche Krankenkasse nicht. Jedoch ist es möglich, daß in bestimmten Fällen die gesetzliche Krankenversicherung einen Zuschuß gewährt.

Lücke gesetzte Implantate Implantatschutz Fertige Suprakonstruktion